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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 29.02.2008, 09:52   #1
Jan Peter
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Registriert seit: 25.11.2004
Alter: 39
Beiträge: 23
Renommee-Modifikator: 16 Jan Peter wird positiv eingeschätzt
Standard Luxusproblem: Volontariat annehmen?

Hallo!

Manchmal ist es ungerecht. Da rackert man sich ab für einen Volontariat, schreibt zahlreiche Bewerbungen. Dann kriegt man eine Zusage und kann sich dennoch nicht freuen.

Was ist passiert?

Eben habe ich ein Angebot für ein Volontariatsplatz bei einer Lokalzeitung erhalten. Das ist natürlich erstmal toll. Zunächst.

Besagte Zeitung ist nämlich eine sublokale Beilage einer größeren Regionalzeitung. Die Ausbildung ist genauso gut wie beim Mutterblatt (Grundlagenseminare, hauseigene Workshops, 6 Monate "Rundlauf" in den Mantelressorts der größten Regionalzeitung des Bundeslandes). Die Bezahlung ist ebenfalls super und liegt weit über Tarif.

Das "Problem" ist jedoch, dass ich in der Stadt-Redaktion eben dieses Mutterblattes schon eine Weile als Freier unterwegs bin, dort Aufmacher geschrieben habe und (laut Ressortleiter) auf der Liste der Kandidaten für ein Volo dort im kommenden Frühjahr "ganz oben" stehe. Das ist eine mündliche Zusage, aber eben kein Vertrag. Und ein Jahr (Wartezeit) ist lang. Da kann viel passieren, bzw. durchaus ein "Neffe" des Verlegers auftauchen. Man weiß ja nie!

Die Themen im Sublokalen sind natürlich auch nicht so spannend wie beim Mutterblatt, wo die Termine eben "großstädtischer" sind. Das "Standing" ist zumindest hier in der Region natürlich auch schlechter. Wer außerhalb des Verbreitungsgebiets kennt schon die Suloka-Beilage?

Zudem laufen noch zahlreiche Bewerbungen bei überregionalen Tageszeitungen und Zeitschriftenverlagen, von denen ich noch keine Rückmeldung habe.

Mein Fragen an Euch, meine Bitte um Einschätzung der Situtation sind nun folgende:

1.) Ist es wirklich so, dass ein Volontariat bei einer sublokalen Beilage für "den weiteren Werdegang" (Zitat des erwähnten Ressortleiters beim Mutterblatt) schädlich ist, bzw. Chancen verbaut. Mein berufliches Ziel ist es, nach einer Ausbildung bei einer Tageszeitung evtl. irgendwann zu einer Zeitschrift zu wechseln (muss ja nicht gleich er Spiegel sein...) oder eben bei einer regionalen Tageszeitung zu landen. Laut Ressortleiter stehen die Chancen mit dem SubLoka-Volo da schlecht. Aber der gute Mann ist eben nicht ganz frei von Eigeninteresse. Was haltet ihr davon?

2.) Habt Ihr evtl. Erfahrung ob es möglich ist, nach Antritt eines Volos das Blatt zu wechseln. D.h. wie schätzt ihr die Chance ein, ein anderes Volo anzunehmen (falls die laufenden Bewerbungen erfolgreich sind) und das begonnene Volo abzubrechen?

3.) Welche Rolle spielt Eurer Meinung nach die Art der Termine für die Ausbildung? Es ist klar, dass man bei lokapolitischen/gesellschaftlichen Ereignissen, welche die ganze Stadt betreffen natürlich mehr mit nimmt, als wenn es nur um einen Stadtrandbezirk im Sublokalen geht. Aber ist der Unterschied wirklich so gravierend?

Über Einschätzungen von Euch würde ich mich sehr freuen.

Nur am Rande, um das Bild zu vervollständigen. Ich bin Ende 20, habe ein abgeschlossenes Studium, ein Jahr freie Mitarbeit und eine handvoll Praktika vorzuweisen und auch ein bißchen Schiss, kein Volo mehr zu kriegen, falls ich dieses nun ablehne.

Geändert von Jan Peter (29.02.2008 um 10:04 Uhr).
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Alt 29.02.2008, 10:46   #2
Anialel
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 199
Renommee-Modifikator: 15 Anialel wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Luxusproblem: Volontariat annehmen?

Erstmal: Sublokal?!?! Noch nie gehört.

Und dann: Du scheinst mit dem dir angebotenen Volo nicht zufrieden zu sein. Daher rate ich dir: Wenn du es dir leisten kannst zu warten, dann warte. Und nachdem dir ein Redakteur beim Mutterblatt schon gesagt hat, dass ein Volo im Sublokalen schädlich ist, würde ich mich nicht drauf verlassen, dass dir selbiges Mutterblatt noch ein Volo anbietet, wenn die sehen, dass du bei der sublokalen Beilage untergekommen bist. Nach Luxusproblem hört sich das für mich bis jetzt nicht an.
Anialel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.02.2008, 11:21   #3
Nelly
Benutzer
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Registriert seit: 04.08.2007
Beiträge: 38
Renommee-Modifikator: 13 Nelly wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Luxusproblem: Volontariat annehmen?

Hi Jan Peter,

ich habe ein ähnliches Problem. Vor einigen Monaten habe ich ein Volo bei einer Regionalzeitung bekommen (Auflage 150.000) und ich bin auch nur mäßig zufrieden. Vor allem aber auch, weil ich nicht wirklich zur Zeitung will, sondern eher bei einer Zeitschrift arbeiten will. Klar kann man jetzt sagen: was willste eigentlich. Freu dich doch. Das tue ich auch, aber auch ich habe mehrere Bewerbungen laufen und auch ich habe noch keine Rückmeldunge erhalten. Eingangsbestätigung ist da, aber sie lassen sich eben viel, viel Zeit und nun weiß ich nicht, ob ich das Volo im Sommer antreten und dann vielleicht abbrechen soll, weil ich eventuell etwas besseres gefunden habe. (Vielleicht gefällt es mir dann dort auch so gut, dass ich das "bessere" Volo dann gar nicht mehr will.)

Dazu kommt noch, dass ich vor einiger Zeit nach München gezogen bin und ich dort auch meinen jetzigen Freund kennengelernt habe, der dort auch nen Job hat und ich ihn dann sehr selten sehen würde (Zeitung ist sehr weit weg) man muss sich entscheiden und ich habe mich für das volo entschieden, nur hoffe ich insgeheim noch, dass sich andere verlage noch melden und ich einen positiven Bescheid bekomme.

was ich sagen will, ich verstehe dich. Ich bin auch "schon" 27 Jahre alt und ich weiß, die zeit drängt. Aber ich rate dir: Lieber den Spatz in der hand als die Taube auf dem Dach. ich denke, so werde ich es jedenfalls halten. Es gibt überall eine Probezeit, die kann man nutzen, wenn man etwas besseres hat. Klar, es ist nicht die feine Art, aber wie machen es die Unternehmen, wenn du ihnen nicht in den Kram passt. Außerdem es verschiedene Gründe geben, warum man ein Volo abbricht.

Außerdem: Volos sind rar, daher bin ich eigentlich zufrieden. Wäre ich DIE Zeitungsfrau, wäre ich wohl überglücklich. Ich sehe mich eigentlich bei einer Zeitschrift, aber das kann ja noch werden. Hm, und inwieweit das Volo deinen zukünfitigen weg ebnet, kann ích nicht sagen. Das liegt immer an einem selber, denke ich. Wenn man sich die Biografien der Chefreds (große Zeitschriften/Sender/zeitungen etc) anschaut, merkt man, dass sie nicht alle bei großen Blättern angefangen haben (siehe Stefan Aust).

Viel Glück.

Geändert von Nelly (29.02.2008 um 11:24 Uhr).
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Alt 16.03.2008, 03:10   #4
cezbaz
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Standard Zuschlagen

Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall zuschlagen, wenn es nicht ein absolutes Käseblatt ist, denn es ist alles andere als leicht, ein Volontariat zu bekommen.

Du hast überhaupt keine Sicherheit, ob du in einem Jahr beim Mutterblatt eine Zusage bekommst (diese Nummer "die kennen mich schon und deshalb kriege ich das Volo" ist bei mir zum Beispiel total in die Hose gegangen). "Dein" Ressorleiter entscheidet nicht darüber, wer genommen wird, zumindest entscheidet er nicht allein. Meist ist es eine Auswahlrunde. Und auch eine Empfehlung von ihm garantiert nichts (wenn er überhaupt gewillt ist, dich zu empfehlen, wenn es dann soweit ist - auch da kann man die schönsten Überraschungen erleben).

Zweitens - und das ist noch wichtiger: Wenn du etwas Besseres bekommst, kannst du immer noch kündigen und wechseln. Das kommt hin und wieder vor. In der Probezeit ist es sowieso kein Problem, und danach in der Regel zum Monatsende möglich (je nach Vertrag). Und bei einem Abbruch ist es auch nicht schade um die "verlorene" Zeit, denn finanziell entgeht dir nichts (das Volo wird ja bezahlt, möglicherweise sogar besser als deine freie Mitarbeit) und du lernst auch noch eine ganze Menge im täglichen Einsatz. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich habe mein erstes Volo nach wenigen Monaten abgebrochen. Außerdem habe ich einen ähnlichen Fall während meiner Praktika erlebt.

Das einzige Problem bei dieser Lösung wäre, dass du für die Auswahlrunden bei den noch offenen Bewerbungen frei nehmen musst. Bei mir hat das aber gut geklappt.
cezbaz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2008, 12:14   #5
Nelly
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Renommee-Modifikator: 13 Nelly wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Luxusproblem: Volontariat annehmen?

@cezbaz

Als du dich während deines Volos weiterhin beworben hast, hast du im Anschreiben eigentlich angegeben, dass du bereits Volontär bist und es abbrechen willst - aus persönlichen Gründen, Problemen etc. ? Die jeweilige Redaktion würde wohl so oder so mitbekommen, dass du vorher in einer anderen Redaktion Volontär warst, oder etwa nicht (Lohnsteuerkarte?)? Ich denke, es ist wohl besser mit offenen Karten zu spielen, da es bestimmt nicht gut ankommt, wenn es der neue Arbeitgeber irgendwoher erfährt - nur nicht durch mich. Oder wie hast du es gemacht?

Danke im Voraus....
Nelly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2008, 16:41   #6
cezbaz
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Standard AW: Luxusproblem: Volontariat annehmen?

Zitat:
Zitat von Nelly Beitrag anzeigen
@cezbaz

Als du dich während deines Volos weiterhin beworben hast, hast du im Anschreiben eigentlich angegeben, dass du bereits Volontär bist und es abbrechen willst - aus persönlichen Gründen, Problemen etc. ? Die jeweilige Redaktion würde wohl so oder so mitbekommen, dass du vorher in einer anderen Redaktion Volontär warst, oder etwa nicht (Lohnsteuerkarte?)? Ich denke, es ist wohl besser mit offenen Karten zu spielen, da es bestimmt nicht gut ankommt, wenn es der neue Arbeitgeber irgendwoher erfährt - nur nicht durch mich. Oder wie hast du es gemacht?

Danke im Voraus....
Ich habe beide Bewerbungen ungefähr gleichzeitig abgeschickt. Von der einen Redkation bekam ich relativ promt eine Einladung zum Vorstelungsgespräch und dann eine Zusage. Die andere Redaktion ließ sich viel mehr Zeit mit der Antwort. So kam es, dass ich in der Zwischenzeit mein erstes Volo angenommen hatte ("lieber ein Spatz in der Hand..."), als die Einladung zum Vorstellungsgespräch für das zweite, bessere Volo kam. Was machst du nun? Probieren kostet nichts, ein Tag Urlaub ließ sich organisieren, also bin ich hingefahren.

Nun zu der Frage, ob man es sagen muss/sollte, dass man bereits Volo ist. Ich denke, wenn du von einer kleinen Zeitung zu einer großen wechseln willst und dein erstes Volo gerade erst begonnen hat, wird dir das niemand übel nehmen. Ähnlich dürfte es bei zwei Regionalzeitungen sein, wenn du den Wechsel vernünftig begründen kannst (z.B. "Ich möchte wechseln, weil ich in der Heimat bleiben will / weil meine Freundin hier studiert" oder was auch immer). Ich kenne auch einen Fall, wo der Bewerber bereits eine andere Zusage hatte und das offen gesagt hat - da war die zweite Zeitung, die ihn auch haben wollte, bereit, ein paar Tage auf seine Entscheidung zu warten. Ich denke, das kommt auf den Einzelfall an, nur du spürst, ob dein Vorstellungsgespräch gut läuft.

Mit der Lohnsteuerkarte war das bei mir kein Problem, weil sie heutzutage nicht mehr ausgefüllt werden muss. Die Daten werden nur noch elektronisch an das Finanzamt übermittelt. Deshalb konnte mir das Lohnbüro die LSK noch vor Ende meiner Beschäftigung zurückgeben und hat nur eine Kopie davon behalten. Im Notfall reicht auch dem neuen Arbeitgeber für die ersten Wochen eine Kopie. Und im schlimmsten Fall kann man bei der Gemeinde eine Ersatz-LSK beantragen.
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